DAX 2015: Kaum noch Potenzial – Unterjährig Chancen nutzen, Vorsicht vor Korrektur am US-Aktienmarkt!

Während die Weltwirtschaft 2015 dank der guten Entwicklung in den USA und Asien um solide 3,7% wachsen sollte, erwarten wir für die Konjunktur in der EWU nur ein verhaltenes BIP-Wachstum in Höhe von 0,8%. Andauernde Probleme in Frankreich und Italien hemmen den Aufschwung, zudem bremsen die Belastungen im internationalen Umfeld merklich.

Die deutsche Konjunktur dürfte sich dem belastenden Umfeld nicht entziehen können, auch wenn die gute Arbeitsmarktlage den Konsum stützt und die niedrigen Zinsen förderlich für Investitionsausgaben wirken. Auch weil die Einführung des Mindestlohns negativ auf die Unternehmensgewinne wirken wird, sind hierzulande 2015 nicht mehr als 1% BIP-Wachstum zu erwarten.

Die DAX-Unternehmen dürften Investoren erneut 2015 durch hohe Bilanzqualität, stabile Dividenden und ein solides – wenn auch aktuell noch zu optimistisch geschätztes – Gewinnwachstum überzeugen. Die Rahmen-bedingungen für Aktien bleiben dank anhaltend niedriger Verzinsung bei Anlagealternativen, eines schwachen Euro und einer expansiveren EZB positiv.

Der überwiegende Teil dieser Rahmenbedingungen dürfte im aktuellen Kursniveau eskomptiert sein. Darüber hinaus haben sich die Kurse der DAX-Unternehmen in den letzten Jahren dynamischer nach oben bewegt, als es die Gesellschaften auf der Ergebnisseite abbilden konnten. Infolgedessen sollte der DAX bis zum Jahresende 2015 nicht stärker als bis auf 9.500 Punkte ansteigen.

In einem wachstumsschwachen Umfeld dürfte der DAX 2015 deutlich korrekturanfälliger sein als in früheren Jahren. Im Jahresverlauf rechnen wir mit einer Handelsbreite des deutschen Leitindex zwischen rund 8.500 und 10.000 Punkten. Anleger sollten innerhalb dieser Bandbreite immer wieder konsequent Chancen nutzen. Für konservative Investoren empfehlen sich die von uns geschätzten „Dividendenaristokraten“, für kurzfristig orientierte Anleger könnten sich im 1. Quartal Chancen auf ein Comeback der Zykliker ergeben.

Insbesondere die sehr hohe Bewertung des US-Aktienmarktes verhindert eine positivere Prognose. Sollte jenseits des Atlantiks der Markt korrigieren, würde auch den europäischen Märkten eine saftige Korrektur drohen.

19.11.2014

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *