Internationale Häusermärkte: Korrektur hält auch 2011 an

In Deutschland sind die Voraussetzungen für einen kräftigen Preiszuwachs Dank des starken Wirtschaftswachstums, hoher Beschäftigung und einem niedrigen Zinsniveau so günstig wie seit langen nicht mehr. Wir erwarten 2011 daher einen Preisanstieg für Wohnimmobilien von 3 bis 4 Prozent. Der Zuwachs fällt voraussichtlich nicht höher aus, weil starken regionalen Märkten auch eine recht hohe Anzahl schwacher Teilmärkte gegenüber steht.

Dagegen setzt sich die Korrektur der Häuserpreise in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Spanien und Irland weiter fort. Der US-Immobilienmarkt leidet vor allem unter der Vielzahl zwangsversteigerter Häuser, die auf das Preisniveau drücken. Trotz eines intakten Aufschwungs gehen wir für dieses Jahr noch von einem Preisrückgang zwischen 2 und 4 Prozent aus. In Großbritannien dämpft die schwache konjunkturelle Lage, eine relativ hohe Arbeitslosigkeit und eine restriktive Kreditvergabe die Nachfrage, so dass wir trotz ausgesprochen niedriger Zinsen für 2011 einen Preisrückgang zwischen 2 und 3 Prozent erwarten.

In Spanien und Irland dürften die Preise in diesem Jahr mit 6 bis 7 beziehungsweise mit 10 bis 12 Prozent am stärksten fallen. Die Ursache ist in beiden Ländern insbesondere eine ausgesprochen schwache Nachfrage aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, der ein riesiges Angebot neu gebauter unverkaufter Wohnungen und Häuser gegenübersteht.

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