Euro – Böses Erwachen

Nachdem sich der Eurokurs in den letzten Monaten praktisch nur um die EZB gedreht hatte, kam das böse Erwachen in dieser Woche umso heftiger. Nicht nur zum Dollar, sondern auch gegenüber Franken und Yen ist der Euro jäh eingebrochen.

Durch die Andeutung einer Zinspause hat die EZB den Grundstein zu diesem Kurseinbruch des Euro gelegt, der durch die einseitige Marktpositionierung beschleunigt wurde und dann zum perfekten Katalysator für die Rückkehr der Griechenland-Krise wurde. Wir glauben zwar weder, dass Griechenland so töricht sein wird, aus der Eurozone auszutreten, noch dass Europa die Destabilisierung des ganzen Systems durch einen Ausschluss riskieren wird. Plausibel ist aber, dass die Diskussion über dieses Thema den Euro weiter unter Druck halten wird. So unschön die Spekulationen der letzten Tage auch waren, haben sie doch ein Ziel erreicht: Sie haben die von der EZB-Zinsphantasie benebelten Märkte dazu gebracht, die rosarote Brille abzusetzen und einzugestehen, dass die Euro-Krise nicht überwunden ist.

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