Griechenland – Fass ohne Boden?

Die Diskussion über einen baldigen Kapitalschnitt bei den ausstehenden Schulden Griechenlands hat in den letzten Tagen erneut für Unruhe gesorgt. Bei dieser Diskussion geht es weniger um die Frage, ob die Griechen ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können – dies scheint von vornherein eher unwahrscheinlich. Vielmehr hat zur Debatte gestanden, dass eine Umschuldung umgehend erfolgen müsse.

Angeheizt hat die Spekulationen über einen baldigen Schuldenschnitt der Umstand, dass die Regierung in Athen aller Wahrscheinlichkeit nach schon im kommenden Jahr an den Kapitalmarkt wird zurückkehren muss. Deutlich ablesbar ist die Angst über eine Restrukturierung der Hellasanleihen speziell an den zweijährigen griechischen Renditen, die jüngst auf mehr als 25% gestiegen sind.

Nach unserem Dafürhalten wird Griechenland auf kurz oder lang umschulden müssen, unabhängig davon, ob im Rahmen einer „sanften“ Umschuldung oder nicht. Bereits 2012 benötigen die Hellenen einen mittleren zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag, und auch dieser wird wohl von der internationalen Gemeinschaft kommen. All dies ist bereits länger bekannt. Trotzdem sorgen Meldungen dieser Art immer wieder für Verunsicherung – und diese wird uns noch einige Zeit erhalten bleiben.

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