Rendite zehnjähriger Bunds: 3% sind zu wenig

Die Kapitalmarktrenditen befinden sich aktuell wieder auf dem Weg nach unten. Die Sätze auf zehnjährigen Bundesanleihen hatten im April an der Marke von 3,50% gekratzt, sind hieran aber abgeprallt. Momentan nehmen sie die 3,0% ins Visier. Das neuerliche Kaufinteresse geht zum einen auf einen Warnschuss der Ratingagentur S&P zurück. Diese hatte die langfristigen Fremdverbindlichkeiten der Vereinigten Staaten mit einem negativen Ausblick versehen. Dies ließ die Investoren einmal mehr den Schutz der vermeintlich „sicheren Häfen“ suchen, wovon insbesondere die deutschen Bundesanleihen profitiert haben.

Daneben hat eine neu entflammte Diskussion über einen baldigen Kapitalschnitt bei den ausstehenden Schulden Griechenlands für Unruhe gesorgt. Je nervöser die Stimmung, desto mehr steigt auch hier die Attraktivität von Bunds als sicherer Hafen – die Renditen sinken.

Das übergeordnete Bild des Rentenmarktes ändert sich für uns hierdurch indes nicht. Wir sehen die führenden Notenbanken weiterhin im Geleitzug in Richtung höherer Leitzinsen. Entsprechend sollten auch die Renditen der liquiden Bundesanleihen, die den Maßstab für das Kapitalmarktgeschehen im Euro-Raum darstellen, alsbald wieder nach oben tendieren.

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