Die Zinsrichtung zeigt aufwärts

Die Inflation im Euroraum steigt in diesem Jahr voraussichtlich auf 2,6% und überschreitet damit das Zwei-Prozent-Ziel der EZB deutlich. Auch die jüngste Leitzinserhöhung hat daran wenig geändert. Erst im kommenden Jahr dürfte die Teuerungsrate wieder etwas niedriger ausfallen. Die Haushaltsdefizite verschiedener EWU-Länder haben in den vergangenen Jahren extreme Ausmaße angenommen. Vor allem die Verschuldung Griechenlands wird die Märkte in den nächsten Monaten in Atem halten.

Im weiteren Verlauf des Jahres sollten Inflationssorgen und Leitzinserhöhungsängste die Entwicklung der Kapitalmarktrenditen dominieren. Schon im Vorfeld von Leitzinsanhebungen dürften Kursverluste am Staatsanleihemarkt auftreten. Die Notierungen der Bundestitel dürften mittelfristig hierunter leiden, wobei der Anstieg der Renditen in den kommenden Monaten jedoch alles in allem relativ moderat ausfallen sollte. Wir gehen davon aus, dass die zehnjährigen Bundrenditen auf Sicht von zwölf Monaten auf 4,00% ansteigen werden. Die Renditestrukturkurve, gemessen anhand der Renditeaufschläge der zehnjährigen gegenüber den zweijährigen Laufzeiten, erwarten wir flacher.

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