Griechenland dominiert erneut die Nachrichtenlage – Euro leidet

Unter dem Eindruck der Nachricht, dass die Ratingagentur S&P den Ausblick für die italienische Bonitätsnote von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt hat, ist die europäische Einheitswährung zum Wochenauftakt kurzzeitig unter die Schwelle von 1,40 USD gerutscht. Zwischenzeitlich hat sich der Euro wieder etwas oberhalb dieser Marke stabilisieren können.

Ein Dauerbrenner ist auch in dieser Woche das leidige Thema Griechenland. Wie ein Ausweg aus der griechischen Schuldenmisere letztendlich aussehen könnte, dürfte sich frühestens Mitte Juni auf dem geplanten EU-Finanzministertreffen in Brüssel zeigen. Bis dahin bleibt die ausgeprägte Unsicherheit an den Finanzmärkten wohl bestehen.

In der kommenden Handelswoche steht u.a. die erste Schätzung für die europäische Teuerung im Mai im Fokus. Wir rechnen hierbei mit einer Jahresrate von 2,8%. Damit verharrt die Inflation weiterhin deutlich oberhalb des EZB-Zielwertes. Die sich zuletzt rückläufig entwickelnden Zinserhöhungsfantasien dürften in diesem Zusammenhang wieder etwas Auftrieb erfahren. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass der Euro hiervon nachhaltig profitieren kann. Vielmehr bleibt die Schuldenkrise dominierendes Thema. Auch wenn sich der Euro im längerfristigen Vergleich sehr wacker schlägt, dürfte er in den kommenden Handelstagen etwas leichter notieren.

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