Rohstoffe: der Supertrend ist noch nicht zu Ende

Der Rohstoffmarkt hat sich in den letzten Tagen wieder gefangen und konnte seit dem Zwischentief Mitte Mai gemessen am DJ-UBS Rohstoffindex um fast 3% zulegen. In dieser Woche halfen einige positive US-Wirtschaftsdaten und die wieder zunehmende Konzentration des Marktes auf die Angebotsseite.

Zwar sollte sich die Nachfragedynamik für einige Rohstoffe aufgrund der stark gestiegenen Preise im laufenden Jahr leicht abschwächen, allerdings sehen wir Tendenzen, die mit Blick auf 2012 den Angebotsüberhang bei einigen Rohstoffen, wie beispielsweise Rohöl oder Aluminium, reduzieren. Der Markt wird sich unseres Erachtens wieder hierauf konzentrieren, was durchaus ein positives Überraschungspotenzial mit sich bringt. Die sich länger als erwartet hinziehenden Rohöl-Produktionsstörungen in Libyen und die zu geringen Angebotssteigerungen bei Kupfer wegen der noch fehlenden Minenkapazität sind nur zwei Beispiele. Der Markt ist aktuell diesbezüglich aus unserer Sicht noch zu negativ eingestellt.

Aber auch bei Gold, das im Vergleich zu anderen Metallen eine sehr geringe Konjunkturabhängigkeit besitzt und ausreichend verfügbar ist, gab es zuletzt wieder deutliche Preissteigerungen. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung sollte weiterhin die hellenische Schuldenkrise sein.

Zusammengenommen sehen wir unsere generell positive Einschätzung für die Rohstoffe bestätigt, wenn auch in den nächsten Wochen eher ein seitwärts tendierender Trend zu erwarten ist.

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