Die EZB vor dem nächsten Leitzinsschritt

Die Europäische Zentralbank wird wahrscheinlich im Juli die Leitzinszügel ein weiteres Mal anziehen. Insgesamt geht die Notenbank hierzulande besonnen vor, um den unterschiedlichen Notwendigkeiten der verschiedenen EWU-Mitgliedsländer gerecht zu werden. So bleibt der EZB vor dem Hintergrund eines sehr hohen Wirtschaftswachstums in den Kernländern und einer beträchtlichen Anfälligkeit schwächerer EWU-Länder kaum eine andere Möglichkeit, als nur sehr langsam die Geldpolitik restriktiver auszurichten. Unseres Erachtens dürfte der Leitzins Ende des Jahres bei 1,75% stehen. In zwölf Monaten wird die Geldpolitik mit einem Zins von 2,25% den Restriktionsgrad zwar schon deutlich erhöht haben, vom absoluten Niveau her ist die EZB aber auch dann noch expansiv ausgerichtet.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der momentanen Diskussion über das weitere Vorgehen in Griechenland sowie der sich teilweise eintrübenden Wachstumsaussichten in den Schwellenländern sind die zehnjährigen Bundrenditen zuletzt gesunken. Insgesamt sprechen die Konjunkturdaten und eine weitere Leitzinserhöhung für einen Renditeanstieg in den kommenden Wochen. Der Anstiegspfad wird jedoch vergleichsweise flach verlaufen.

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