Währungs-Kapriolen lassen Aktienmarkt kalt

Kräftige Wertschwankungen zwischen dem US-Dollar und dem Euro waren in den letzten Jahren eher die Regel als die Ausnahme. Seit seiner Einführung als Buchgeld im Jahre 1999 bei einem Wechselkurs von 1,18 USD / EUR durchlebte die europäische Einheitswährung sowohl Zeiten kräftiger Abwertung als auch solche mit deutlichem Wertzuwachs.

In einer Szenarioanalyse haben wir untersucht, welchen Effekt Veränderungen im EUR/USD auf die Unternehmensgewinne und –Umsätze der Unternehmen haben.

Ergebnis: Der Einfluss von Schwankungen im EUR/USD ist für die Gesamtheit der untersuchten Unternehmen deutlich geringer als kurzfristige Aktienkursschwankungen und die Medienberichterstattung zu dem Thema dies suggerieren. Das liegt nach unserer Einschätzung nicht daran, dass der US-Dollar nicht eine sehr wichtige Handelswährung für die Unternehmen wäre. Allerdings stehen den Unternehmen eben auch zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, sich gegen unwillkommende Währungsschwankungen abzusichern. Dies kann aktiv geschehen, indem Finanzinstrumente zur Sicherung bestimmter Währungsnotierungen gekauft werden (Hedging), es kann aber auch auf „natürlichem Wege“ geschehen, indem Waren vor Ort produziert werden.

Fazit: Ein Anstieg des Euroaußenwertes stellt aus unserer Sicht für die Gesamtheit der Unternehmen selbst im Falle des Überschreitens des von unserem Währungsresearch prognostizierten Niveaus von 1,47 USD per Jahresmitte 2012 keine Gefahr dar.

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