EWU-Konjunkturbild zuletzt etwas eingetrübt

Der Ausblick für die Konjunktur im Euro-Raum hat sich in den letzten Wochen etwas eingetrübt. Der Euro-Indikator der DZ BANK, der konjunkturelle Wendepunkte mit einer Vorlaufzeit von ein bis zwei Quartalen recht gut voraussehen kann, war noch im April auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren geklettert. Im Mai hat er aber recht deutlich an Boden verloren. Das Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ist der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise. Insgesamt wird damit unsere vorsichtige Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten bestätigt.

Schwach fielen im abgelaufenen Monat vor allem die Umfragen im Industriebereich aus. Von etwas skeptischeren Geschäftseinschätzungen zeugen sowohl der aktuelle Einkaufsmanagerindex als auch die von der EU-Kommission ermittelten Produktionserwartungen.

Auf den Finanzmärkten hat zuletzt eher die Vorsicht dominiert: Die Aktienkurse sind – wenn auch nur leicht – gesunken. Am Bondmarkt gab es eine „Flucht in den sicheren Hafen“ der Bundesanleihen. Der daraus resultierende Renditerückgang ist für den Euro-Indikator ebenfalls ein dämpfendes Signal in Richtung Konjunktur.

Etwas überraschend dagegen die jüngste Stimmungsverbesserung bei den privaten Haushalten: Anders als die Industriemanager waren die Konsumenten zuletzt etwas zuversichtlicher bezüglich des konjunkturellen Ausblicks, entsprechend ist auch die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes noch weiter zurückgegangen.

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