US-Konjunkturdaten enttäuschen die Märkte

Die abgelaufene Woche stand an den Märkten vor allem im Zeichen enttäuschender Daten zur US-Konjunktur: So sind die Hauspreise in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal 2011 noch unter das Krisenniveau von 2009 gesunken. Die Messzahl für das Verbrauchervertrauen ist nach zwischenzeitlicher Erholung im Mai wieder auf das Niveau vom letzten Herbst abgesackt und für den Industriesektor weist der wichtige ISM-Klimaindikator ebenfalls auf ein Ende der Hochstimmung hin.

Zum Wochenschluss schließlich haben auch die Daten zur Entwicklung des US-Arbeitsmarktes enttäuscht. Zwar wurden im Mai 54.ooo neue Stellen geschaffen, doch das war weit weniger als erwartet und liegt auch deutlich unter dem Niveau, das für einen Konjunkturaufschwung kennzeichnend ist. Als Folge ist die Arbeitslosenquote wieder auf 9,1% angestiegen.

Insgesamt zeichnen diese Daten ein eher ernüchterndes Bild für die US-Konjunktur. Die Erholung ist zwar nicht zu Ende, aber sie verläuft wesentlich zögerlicher als von vielen Konjunkturbeobachtern erwartet. Aus unserer Sicht bestätigen die jüngsten Daten daher unsere Auffassung, nach der die US-Wirtschaft weder in diesem noch im nächsten Jahr einen wirklich dynamischen Aufschwung erreichen kann. Wir erwarten für 2011 und 2012 weiterhin lediglich Wachstumsraten von rund zweieinhalb Prozent, eine „double-dip“-Rezession ist für die USA aber dennoch nicht zu befürchten.

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