EUR-USD: Jüngstes Verlaufshoch bei 1,4940 USD zunächst im Fokus

Der Datenkalender der kommenden Woche präsentiert sich prall gefüllt. Am Dienstag stechen insbesondere die US-Einzelhandelsumsätze für den Monat Mai hervor. Die zuletzt enttäuschende Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte die Konsumfreude der Amerikaner trüben. Eine gewisse Konsumzurückhaltung hat sich bereits bei den jüngst schwächeren Autoabsatzzahlen gezeigt. Darüber hinaus stehen im Wochenverlauf mit dem Empire State Index, dem Philadelphia Fed Index und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan verschiedene Stimmungsindikatoren auf der Agenda. Hierbei gehen wir mehrheitlich von niedrigen Indikatoren aus. Diese Hinweise auf eine äußerst wackelige US-Konjunkturerholung sollten dem Euro zunächst weiter in die Hände spielen. Auch aus charttechnischer Sicht scheint der Weg geebnet für eine Annäherung an das Verlaufshoch vom 4. Mai bei 1,4940 USD. Auch wenn ein Test dieser Hürde einkalkuliert werden muss, hegen wir ernsthafte Zweifel, dass es der europäischen Einheitswährung gelingt, die Hürde nachhaltig zu meistern. So stehen die jüngsten Kursgewinne unserer Einschätzung nach auf eher tönernen Beinen. Die robuste Konjunkturentwicklung Kerneuropas und die Aussicht auf weitere EZB-Zinserhöhungen haben die erheblichen Risiken im Zusammenhang mit der Schuldenproblematik gefährlich in den Hintergrund gerückt. Doch neue Hiobsbotschaften scheinen unausweichlich und dürften dem Euro auf Sicht von drei Monaten nochmals erheblich zusetzen.

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