Schuldenkrisen halten den Devisenmarkt auf Trab

Da das Wohl und Wehe des Euro zunächst weiter eng mit der EWU-Schuldenkrise verknüpft sein dürfte und hier nach wie vor weitere Hiobsbotschaften nicht auszuschließen sind, bestehen für den Euro ungeachtet der jüngsten Erholung noch weiter Abwärtsrisiken. Bedenkt man jedoch, dass die Schuldenkrise diesseits des Atlantiks gewissermaßen das Konstrukt der europäischen Währungsunion auf eine sehr harte Probe, bzw. dieses sogar immer mehr in Frage stellt, so muss man dem Euro doch eine gewisse Robustheit attestieren, bewegt er sich doch nach wie vor, ungeachtet aller Widrigkeiten, deutlich oberhalb seines langfristigen Durchschnitts (-10J), welcher bei rund 1,2550 USD verläuft. Doch woran könnte es liegen, dass sich der Euro so wacker schlägt?

Unserer Ansicht hat er dies der US-Politik zu verdanken. So gilt es doch zu bedenken, dass die USA zum einen im Vergleich zu uns ein noch größeres Schuldenproblem haben und dass zum anderen jenseits des Atlantiks entsprechende politische Bemühungen, die Lage in den Griff zu bekommen, anders als in Europa, Fehlanzeige sind.

Muss der Markt also abwägen, ob für ihn die europäische oder die amerikanische Schuldenproblematik und damit der Euro oder der Dollar das geringere Übel ist, fällt die Entscheidung zugunsten des Euro und damit zugunsten der Bemühungen der europäischen Politik aus. Wären die USA hingegen frei von jeglichen strukturellen und konjunkturellen Problemen, würde die Sache für den Euro wohl anders aussehen.

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