Rohstoffe etablieren sich zunehmend als alternative Anlageklasse

Obwohl sich die weltweite Wachstumsdynamik ein wenig abschwächt und die südeuropäische Schuldenkrise weiterhin für Wirbel sorgt, bleibt das Rohstoffinteresse der Anleger hoch. Die Netto-Long-Position der 18 wichtigsten Rohstoffe, die als Gradmesser für das Investorenverhalten im Rohstoffbereich herangezogen wird, ist in der vergangenen Woche um 16% angestiegen. Das heißt, die Anzahl der Rohstoffoptimisten übersteigt die der Pessimisten recht deutlich. Allerdings befindet sich die Netto-Long-Position noch recht spürbar unter den April-Niveaus. Trotz der aktuellen Kapitalmarktunsicherheiten etablieren sich die Rohstoffe zunehmend als alternative Anlageklasse.

Jedoch ist die fundamentale Ausgangslage einzelner Rohstoffe durchaus als heterogen zu bezeichnen. Besonders gut lässt sich das derzeit bei den Basismetallen erkennen. Hier herrscht nämlich eine Pattsituation. Während sich bei Aluminium die fundamentale Lage im Zuge eines rückläufigen Angebotsüberschusses allmählich verbessert, kommen die beiden Beschichtungsmetalle Nickel und Zink aufgrund zahlreicher neuer Minenprojekte zunehmend unter Druck. Im Industriemetallsektor sollte Kupfer weiterhin sehr gefragt sein. Für weiter steigende Kupferpreise sprechen sowohl die anziehenden chinesischen Kupferimporte als auch die immer wiederkehrenden, streikbedingten Angebotsstörungen in Chile.

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