USA: Ein kleiner Hoffnungsschimmer vom Arbeitsmarkt

Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im Juli um 117 Tsd. angestiegen. Die niedrige Zahl vom Vormonat wurde von +18 Tsd. auf +47 Tsd. nach oben revidiert. Positiv zu bemerken ist, dass der private Sektor im Juli per Saldo immerhin 154 Tsd. neue Stellen geschaffen hat. Im Juni waren es nur rund halb so viel. Im öffentlichen Sektor gingen dagegen erneut viele Stellen (-37 Tsd.) verloren, was angesichts der Sparzwänge in Washington und bei den Einzelstaaten nicht verwundern kann. 

Insgesamt haben die neuen Zahlen die Markterwartungen durchaus positiv überrascht und haben den Konjunkturängsten, die sich in den letzten Tagen so unerwartet stark ausgeprägt haben, ein wenig die Spitze nehmen können. Die US-Wirtschaft ist derzeit also keineswegs dabei, den „Rückwärtsgang“ einzulegen, und damit rechnen wir auch nicht in den kommenden Quartalen. Immerhin ging zuletzt auch die Arbeitslosenquote von 9,2% auf nun 9,1% zurück. Allerdings lag dies weniger an der Zunahme der Beschäftigung, als vielmehr daran, dass wieder einmal viele Personen die Suche nach Arbeit aufgegeben haben.

So positiv der Arbeitsmarktbericht vom Juli damit aus kurzfristiger Sicht auch zu werten ist, die hohe Arbeitslosigkeit bleibt vorerst ein erheblicher Belastungsfaktor für die US-Wirtschaft. Die zuletzt schwache Güternachfrage und die unterausgelasteten Kapazitäten schaffen keine kurzfristig wirksamen Anreize, die Belegschaften wirklich nachhaltig aufzustocken. Das Wachstum der US-Wirtschaft wird vorerst wohl weiter schwach bleiben mit Wachstumsraten um oder sogar etwas unter 2 Prozent.

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