S&P stuft die Bonität der Vereinigten Staaten herab

Die Ratingagentur S&P hat Nägel mit Köpfen gemacht und die Bonität der Vereinigten Staaten von AAA auf AA+ heruntergenommen, nachdem sie schon lange vorher etliche Warnungen herausgegeben hatte. Insbesondere die vielfältigen Warnschüsse der Ratingagenturen im Vorfeld dürften der Grund sein, weshalb sich die ersten Marktreaktionen auf S&Ps nunmehrigen Schritt in Grenzen halten. Die US-Renditen sind etwas gesunken, während der US-Dollar gegenüber den anderen großen Währungen bislang kaum Federn gelassen hat. In der Eurozone steigen die Bundrenditen ein wenig, während die Bund/Spreads der Peripherie nachgeben. Letzteres dürfte hauptsächlich Anleihekäufen der EZB geschuldet sein. Die Aktienmärkte reagieren auf die Gemengelage negativ. Selbst auf die mittlere Frist rechnen wir nur mit begrenzten Auswirkungen der jüngsten Ratingmaßnahme. Der US-Treasury-Markt ist nach wie vor der tiefste und liquideste Staatsanleihemarkt der Welt. Viele Investoren, für die die Fähigkeit von außerordentlicher Bedeutung ist, große Stücke verzugslos und ohne signifikante Preissprünge zu handeln, werden auch zukünftig kaum am US-Treasury-Markt vorbeikommen: Es drängt sich einfach keine Alternative auf. Auch wenn durch die jüngsten EZB-Käufe zunächst eine gewisse Beruhigung festzustellen ist und die Herabstufung der USA keine Katastrophe darstellt, wird die Volatilität an den Finanzmärkten zunächst wohl hoch bleiben.

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