Rohstoffe bleiben noch relativ stabil

Die Turbulenzen um die Staatsfinanzen dies- und jenseits des Atlantiks führten in den letzten Tagen zu einer Aktienmarkttalfahrt. Aber auch im Bereich der Staatsanleihen haben die Marktteilnehmer beinahe alle kreditrisikobehafteten Wertpapiere veräußert. Das Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession wird wieder seitens der Marktteilnehmer zum Thema gemacht. Angst vor einer sich deutlich abkühlenden Weltwirtschaftsdynamik macht ebenfalls die Runde. Dass Edelmetalle wie Gold und Silber in einem solchen Marktumfeld profitieren, verwundert nicht.

Aber warum korrigierte der Rohstoffmarkt insgesamt weniger stark als die globalen Aktienmärkte? Besonders deutlich wird dies, wenn die Entwicklung des DJ-UBS-Rohstoffindex mit dem S&P 500 verglichen wird: Seit Anfang Juli gab der S&P 500 um mehr als 16% nach, der DJ-UBS hingegen nur um knapp 2,5%.

Die Aktien- und Staatsanleihenflucht lässt sich durch die Marktunsicherheit bezüglich der Schuldenkrise in den USA und Südeuropa erklären. Für Anleger stellen Staatsanleihen aktuell keine wirklich Anlagealternative dar, und die Aktienmärkte bleiben vorerst volatil. Neben der Tatsache, dass der Markt wieder heftiger über eine mögliche dritte Runde der Quantitativen Lockerung in den USA spekuliert, wird auch die EZB Staatsanleihen aufkaufen, um die Märkte zu stabilisieren und mit ausreichend Liquidität zu versorgen. Wir gehen davon aus, dass diese Liquidität teilweise – auch in Ermangelung von Alternativen – in die Anlageklasse Rohstoffe fließt.

Da sich die Konjunkturentwicklung in den Schwellenländern weiterhin von einer sehr robusten Seite zeigt und die Anleger verstärkt auf „Hard-Assets“ setzen, die kein Kreditrisiko mit sich bringen, bleibt die fundamentale Ausgangslage intakt. Wir rechnen daher mit einer positiven Entwicklung der Rohstoffpreise.

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