Investmentstrategie: Wir kaufen Nachranganleihen und Industriemetalle

Die globale Wachstumsverlangsamung ist kein Vorbote für ein Ende des Konjunkturaufschwungs. Bremseffekte entstehen aber durch hohe Rohstoffpreise, das Ende der ultra-expansiven Geldpolitik und den akuten Sparzwang in einigen europäischen Staaten. Auch der Kompromiss zur US-Schuldengrenze ist mit Konsolidierungsvorgaben verknüpft. Wir sind mit unseren Prognosen für die USA, EU, Deutschland, Großbritannien, Japan und China negativer gestimmt als der Konsens. Die Risiken liegen im ungleich verlaufenden Aufschwung und dem begrenzten Aktionsfeld für Politiker und Notenbanker.

Der Kursverfall der Aktien ist ein Vorgriff auf die negativen Effekte durch bevorstehende Sparmaßnahmen der Staaten mit einer hohen Verschuldung. Wir erwarten Revisionen der Gewinnschätzungen für 2012, insbesondere für die zyklischen Sektoren. Im schlimmsten Fall droht 2012 eine Gewinnstagnation. Zunächst scheint ein kräftiger Rebound möglich, bevor Enttäuschungen in der Q3/4-Berichtssaison drohen.

Im Rentensegment zeigt sich, dass Bundesanleihen auf den aktuellen Niveaus deutlich überbewertet sind. Wir gewichten die EWU-Peripherie weiter unter, während Emittenten aus den Kernstaaten der EWU übergewichtet werden sollten. Unternehmensanleihen sind im Segment am attraktivsten, Covered Bonds und Financials stufen wir neutral ein.

Unter den Rohstoffen sollte sich insbesondere bei Industrie- und Edelmetallen die relative Stärke fortsetzen, da sich die Nachfragesituation unverändert positiv darstellt.

In unserem DZ BANK-Portfolio setzen wir nach den hohen Verlusten auf eine mittelfristige Erholung bei den Banken und kaufen Nachranganleihen als defensivere Variante gegenüber Bankaktien. Bei Industriemetallen sehen wir wegen der intakten Nachfragesituation Chancen und stocken auf. Unsere Asset-Quoten sind wie folgt: Cash 41%, Aktien 28%, Renten 16%, Rohstoffe 15%.

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