TecDAX – niedrige Bewertung, aber noch nicht günstig genug

Die globale Wachstumsverlangsamung ist kein Vorbote für den Beginn einer anhaltenden Stagnation. Bremseffekte entstehen aber durch hohe Rohstoffpreise und dem akuten Sparzwang in einigen europäischen Staaten. Auch der Kompromiss zur US-Schuldengrenze ist mit Konsolidierungsvorgaben verknüpft. Wir sind mit unseren Wachstumsprognosen für die USA, EU, Deutschland, Großbritannien, Japan und China negativer gestimmt als der Konsens. Die Risiken liegen im ungleich verlaufenden Aufschwung und dem begrenzten Aktionsfeld für Politiker und Notenbanker.

Der jüngste Kursverfall bei den TecDAX-Werten war nach unserer Einschätzung ein Vorgriff auf die negativen Effekte durch bevorstehende Sparmaßnahmen der Staaten mit einer hohen Verschuldung. Wir erwarten Revisionen der Gewinnschätzungen für 2012, insbesondere für die zyklischen Sektoren. Im schlimmsten Fall droht 2012 eine Gewinnstagnation. Bei den Technologiewerten erscheint zunächst ein kräftiger Rebound möglich, bevor Enttäuschungen in der Q3/4-Berichtssaison drohen.

Auf Basis der Bewertungsparameter KGV, KCF und KBV ist der TecDAX gegenüber der eigenen Historie zwar unterbewertet, jedoch nur mit zirka einer Standardabweichung, weshalb wir die Bewertung als fair einstufen. Gleiches gilt für den relativen Vergleich mit der Bewertung des DAX. Bis zum Jahresende sehen wir leichtes Erholungspotenzial in Richtung 850 Punkte.

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