Das Tauschangebot für Griechenland: Der Plan zur Beteiligung der privaten Gläubiger wird konkreter

An den Finanzmärkten werden momentan die vom Institute of International Finance (IIF) vorgeschlagenen Varianten zur Beteiligung der privaten Gläubiger an der Restrukturierung der Schulden Griechenlands intensiv diskutiert. Die zugrunde liegenden Vorschläge sind vergleichsweise komplex. Den privaten Gläubigern, in erster Linie Banken und Versicherungen, werden insgesamt vier verschiedene Varianten angeboten, die alle auf eine Verlängerung der Laufzeit ihrer jeweiligen Griechenlandengagements hinauslaufen und, so die Aussage des IIF, zu einem Verzicht des privaten Sektors in Höhe von rund 21% seiner Forderungen gegenüber Griechenland beitragen sollen.

Der Bankenverbandes IIF geht von einer Beteiligungsquote von 90% aus. Bislang haben sich nach seinen Angaben 60 bis 70% der privaten Gläubiger bereit erklärt, an dem Anleihetauschprogramm für Griechenland teilzunehmen. Als Begründung dafür, dass die Beteiligung noch nicht höher liegt, hat der private Sektor bislang auf die fehlenden Details der Laufzeitenverlängerung der alten Anleihen hingewiesen. Außerdem sei bislang keine konkrete Aufforderung zur Teilnahme eingegangen. Diese Kritik besteht schon seit Veröffentlichung des IIF-Papiers am 21. Juli 2011. Vor diesem Hintergrund sind die Finanzinstitute BNP Paribas, HSBC und Deutsche Bank beauftragt worden, unklare Punkte auszuräumen und das Angebot des IIF feiner auszuarbeiten.

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