Regierung streckt die Waffen – für den Franken ist die SNB zuständig

Totgesagte leben länger. Nachdem der Franken mit der Beihilfe von Regierung und SNB von seinem Hoch knapp über der Parität um rund 18% abgewertet hatte, regen sich jetzt wieder Lebenszeichen in ihm. Der aktuelle Kurs um 1,15 CHF je Euro hat zwar nichts mit den bedrohlichen Niveaus von vor drei Wochen gemein, dennoch zeigt die jüngste Aufwertung, dass der Kampf gegen die übermäßige Franken-Stärke noch nicht gewonnen ist.

Mehr noch: die Schweizer Regierung hat den Kampf gegen den Franken aufgegeben und versucht nur noch, die Folgen für die Wirtschaft abzufedern. „Gegen den Höhenflug der Währung an sich kann die Regierung nichts tun“, so Wirtschaftsminister Schneider-Ammann. Dafür sei die Schweizer Nationalbank (SNB) zuständig. Wird die SNB endlich „alle erdenklichen“ Maßnahmen gegen den Franken einsetzen, falls es erneut zu Panik an den Finanzmärkten kommen sollte? Oder wird sie es auch weiterhin „nur“ mit Liquiditätsspritzen versuchen? Dieser Test steht noch aus, und die vom IWF ausgelöste Sorge um die vermeintlichen Kapitallücken bei den europäischen Banken könnte zur Gelegenheit für einen solchen Test der Entschlossenheit werden.

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