Eurozone: EZB belässt Leitzins vorerst unverändert

Bislang hat sich die EZB für eine weitere Straffung der Geldpolitik ausgesprochen. Eine verhaltene wirtschaftliche Dynamik in der Eurozone und rückläufige Inflationsraten in den kommenden Monaten sprechen jedoch für eine abwartende Haltung der Notenbank. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Prognose für die Geldpolitik der Eurozone nach unten revidiert und rechnen nun bis auf weiteres mit keiner weiteren Verschärfung des Restriktionsgrades. Die Hoffnung einiger Marktteilnehmer, die EZB könnte die Leitzinsen in den kommenden Monaten sogar senken, teilen wir hingegen nicht. Die zuletzt schwachen Stimmungsindikatoren haben zwar die Inflationserwartungen sinken lassen, ein schneller Rückgang der Teuerungsrate unter die Marke von 2% steht aber nicht zu erwarten. Des Weiteren rechnen wir nicht mit einer erneuten Rezession. Die Kapitalmarktrenditen am langen Ende der Strukturkurve sind momentan nach unten verzerrt. Wir gehen zwar von einer gewissen Normalisierung aus, weil die Marktteilnehmer unseres Erachtens zu viel Pessimismus antizipieren und eine Leitzinssenkung erwarten. Eine Abkehr vom Niedrigzinsniveau steht auf absehbare Zeit aber kaum auf der Tagesordnung.

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