Britisches Pfund: Wahrscheinlichkeit einer erneuten Lockerung weiter gestiegen

Auch wenn die Kursbewegungen in Euro-Pfund eher beschaulich anmuten, ist das Pfund zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen. Das Britische Pfund gehört zwar schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Brennpunkten des globalen Währungsgefüges, könnte aber in den nächsten Wochen dank der Bank of England wieder von sich reden machen. Nicht nur zwischen den Zeilen des jüngsten Sitzungsprotokolls lässt sich unschwer eine erhöhte Neigung zu einer Neuauflage der Quantitativen Lockerung in Großbritannien erkennen. Das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte könne sich als deutlich schwächer erweisen als noch im August angenommen, lassen uns die Währungshüter wissen. Falls sich die globale Situation weiter eintrübe, sei eine Ausweitung des 200-Mrd-GBP-Anleihe-Kaufprogramm möglich. Von der noch im Frühjahr kolportierten Zinserhöhungsphantasie und Inflationsangst, der wir schon damals skeptisch gegenüber standen, ist jedenfalls nichts mehr zu spüren. Als heißer Termin für eine Aufstockung wird von den Märkten inzwischen die Oktober-Sitzung der Bank of England gehandelt. Auf entsprechende Hinweise von Notenbankoffiziellen dürfen wir in den nächsten Tagen gespannt sein.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *