Edelmetalle im Fokus

Die Edelmetalle sind zuletzt deutlich unter Druck geraten. Sowohl der starke US-Dollar, die erhöhte Hinterlegungspflicht bei Futures-Geschäften  als auch die rückläufige Inflationserwartung waren hierfür verantwortlich. Während wir bei Gold vor dem Hintergrund der südeuropäischen Schuldenkrise sehr zügig von einem Preis-Comeback ausgehen, bleiben die Silber-Perspektiven vorerst eingetrübt, da sich das globale Wachstumstempo allmählich abschwächt. Daher gehen wir im aktuellen Umfeld davon aus, dass sich Gold besser entwickeln wird als Silber.

Infolge der erhöhten Unsicherheit kam es in den letzten Tagen zu einem regelrechten Ausverkauf risikobehafteter Aktiva, darunter auch Gold und Silber. Bei Gold nutzen spekulative Anleger zudem den hohen Preis, um Kasse zu machen und Verluste in anderen Anlageklassen auszugleichen. Die Situation ist durchaus vergleichbar mit der nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008. Damals verlor Gold im Anschluss über 20%. Dieses Korrekturniveau wurde aktuell im Tief bereits erreicht. Wir gehen davon aus, dass Gold rasch wieder auf über 1.700 US-Dollar steigen wird.

Die Schuldenkrise und die damit einhergehenden negativen Implikationen für die Realwirtschaft wirken noch nicht vollständig auf den Silberpreis. Das nachlassende globale Wachstumstempo und die deutliche Eintrübung der Stimmung innerhalb der Industrie werden unseres Erachtens zu einer fallenden Silberindustrienachfragedynamik führen. Wir sehen die Gefahr, dass wichtige industrielle Silbernachfrager ihre Bestellungen wegen der hohen Marktverunsicherung zurückfahren könnten. Eine negative Preisübertreibung in Richtung 25 US-Dollar würde uns daher nicht verwundern.

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