Das Warten auf den großen EU-Gipfel am 23. Oktober hat begonnen

Das Wohl und Wehe des Euro ist auch weiterhin eng mit den Ereignissen rund um die EWU- Schuldenkrise verknüpft. Nachdem die anhaltende Unsicherheit, wie die europäische Politik weiter mit Griechenland verfahren wird, den Euro vorübergehend bis unter 1,3200 USD gedrückt hat, sorgen die jüngst verstärkt aufgekommenen Hoffnungen auf eine nahende Lösung der EWU-Schuldenkrise derzeit in Euro-Dollar für spürbare Erleichterung. Diese neue Zuversicht wird momentan durch das OK der „Troika“ zur Auszahlung einer weiteren Hilfstranche an Griechenland, die Zustimmung der Slowakei zur Ausweitung der EFSF sowie durch die Ankündigung der EU, bei dem großen Gipfel am 23. Oktober eine umfassende Strategie zur Bekämpfung der Schuldenkrise vorzulegen, genährt.

In diesem Umfeld stört es den Euro auch wenig, dass den großen Worten bislang noch keine Taten gefolgt sind. Aber genau darin sehen wir das Risiko für den Euro in den kommenden Wochen, gilt es doch zu bedenken, dass der Politik bislang bei Gipfeln nicht der große, überzeugende Wurf gelungen ist. Daher bewegt sich der Euro unserer Einschätzung nach derzeit auf eher dünnem Eis. Denn sollte es Europa nicht gelingen, mit Blick auf die Zukunft Griechenlands oder der Effizienz des Euro-Rettungsschirms EFSF mit einer überzeugenden Stimme zu sprechen, sind Kursrückschläge in Euro-Dollar vorprogrammiert. Bis der große Tag endlich gekommen ist und man Klarheit über die großen Pläne der EU haben wird, dürften Spekulationen, wie es mit der EWU-Schuldenkrise weitergeht, den Euro zunächst noch weiter in Atem halten.

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