Die Krisenstimmung lässt nach

Die Situation am Finanzmarkt hat sich in den zurückliegenden Handelstagen ein wenig entkrampft. Alles steht derzeit unter der Überschrift „Eindämmung der Krise im Euroraum“. Die Marktteilnehmer überbieten sich momentan in ihren Hoffnungen, dass Europa jetzt doch vielleicht den „Stein der Weisen“ aus dem Hut zaubert. Mit dem Ja der Slowakei zur Ausweitung des Euro-Rettungs­schirms EFSF haben diese Hoffnungen neue Impulse erfahren, zumal am kommenden Wochen­ende das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone in Brüssel ansteht.

Den Renditen lang laufender Bundesanleihen hat die nachlassende Krisenstimmung eine merkliche Aufwärtsbewegung beschert. Rund 50 Basispunkte Renditeanstieg haben zehnjährige Titel seit Anfang des Monats verzeichnet. Die „Flucht in Qualität“ ist aber nur eine von mehreren Ursachen gewesen für die noch vor Kurzem gesehenen sehr niedrigen Renditen am heimischen Kapitalmarkt. Eine andere sind aufkommende Rezessionsängste gewesen.

Nach unserer Einschätzung werden aber weder die Eurozone noch Deutschland im kommenden Jahr in die Rezession abrutschen. Mit dem Abflauen der Rezessionserwartungen dürften die Renditen am heimischen Rentenmarkt weiter leicht ansteigen. Auf Sicht von zwölf Monaten sollten die zehnjährigen Bundesanleihen bei 3% rentieren, die zweijährigen bei 1,8%. Wir raten Anlegern, am heimischen Rentenmarkt derzeit kürzere Laufzeiten zu wählen.

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