Unternehmensstimmung erneut schlechter

Die Stimmung in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland hat sich im Oktober zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Betroffen sind sowohl die Geschäftserwartungen als auch die aktuelle Lage. Zudem verschlechterte sich die Stimmung in allen Sektoren der gewerblichen Wirtschaft.

Auf Branchenebene gibt es jedoch beträchtliche Unterschiede: Gegen den allgemeinen Trend verbesserte sich das Geschäftsklima bei den Dienstleistungsunternehmen aufgrund der dort besser eingeschätzten aktuellen Lage. Zudem konnte beispielsweise die Automobilindustrie von einer erfolgreich verlaufenen IAA profitieren, während sich die Stimmung in vielen Handelsbranchen, aber auch in vielen Industriesegmenten verschlechterte.

Die nachlassende Wachstumsdynamik macht sich nun auch in der Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe bemerkbar. Saisonbereinigt ist sie aktuell zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2009 gesunken. Damit werden sich trotz der niedrigen Zinsen auch die Investitionsaussichten in Deutschland verschlechtern. Die bestehenden Maschinen und Anlagen scheinen den Unternehmen auszureichen, um die immer langsamer wachsende Nachfrage abzudecken.

Dies wiederum bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Auftragslage der Investitionsgüterindustrie. Die Industrieproduktion wird dementsprechend im nächsten Jahr weit hinter ihrem diesjährigen Tempo zurückbleiben. Sie wird aber trotzdem weiter wachsen. Auch insgesamt kühlt sich die deutsche Wirtschaft im nächsten Jahr ab. Eine Rezession ist jedoch nicht zu erwarten.

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