Inflationsindexierte Anleihen: Eine attraktive Anlage

Am heimischen Rentenmarkt findet sich derzeit aus Anlegersicht eine recht unschöne Situation vor: Die Kombination von niedrigen Kapitalmarktrenditen und einer vergleichsweise hohen Inflationsrate. Während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um die Marke von 1,9% schwankt, verharrt die Jahresteuerungsrate der Eurozone im Oktober bei 3,0%. Die Rendite kann damit nicht einmal den voraussichtlichen 2,5%igen Kaufkraftverlust des laufenden Jahres ausgleichen. Zudem sind üblicherweise noch Abgeltungsteuer, Solidaritätsbeitrag und gegebenenfalls noch Kirchensteuer fällig. Die reale Nachsteuerrendite sinkt damit noch weiter ins Minus. Fazit: Nach Besteuerung der Kapitalerträge und bei 2,5% Inflation erleiden Anleger mit Bundesanleihen sämtlicher Laufzeiten derzeit reale Vermögensverluste. Abhilfe bieten Anleihen mit Inflationsausgleich.

Hiermit sind Anleger recht wirksam in der Lage, sich gegen die Folgen der Inflation zuschützen. Die Bundesrepublik Deutschland bietet mittlerweile vier Linker mit Laufzeiten von 2013 bis 2020 an. Auf Basis unserer Inflationsprognosen sollten die Break-even-Inflationsraten der vier ausstehenden Bund-Linker in den kommenden beiden Jahren unter den von uns prognostizierten durchschnittlichen Jahresinflationsraten liegen.  Die Chancen, dass die Realzinsanleihen besser abschneiden als die vergleichbaren Nominalzinsbonds, stehen gut, da ihre Break-even-Inflationsraten deutlich unterhalb des langfristigen Inflations-Durchschnitts von 1,9% liegen.

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