Kräftige deutsche Konjunktur 2011

Für die deutsche Wirtschaft war 2011 ein gutes Jahr. Nach vorläufigen Angaben lag die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Gesamtjahr 2011 bei 3,0 Prozent. Damit hat sich die dynamische Konjunkturerholung nach der Krise 2008/2009 weiter fortgesetzt, und die gesamtwirtschaftliche Leistung hat ihr Vorkrisenniveau nun wieder überschritten.

Positiv ist besonders, dass zum Wachstum im abgelaufenen Jahr sowohl die heimische Nachfrage als auch die Exportnachfrage aus dem Ausland beigetragen haben. Der überwiegende Teil der Wachstumsimpulse kam dabei aus dem Inland: So haben die privaten Konsumausgaben der Haushalte und die Investitionsausgaben jeweils rund einen Prozentpunkt zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum geliefert. Auch der Außenhandel trug per saldo knapp einen Prozentpunkt bei, da die Exporte erneut kräftiger gewachsen sind als die Importe.

Allerdings wird aus den Zahlen auch deutlich, dass sich die konjunkturelle Dynamik im vergangenen Jahr vor allem auf die erste Jahreshälfte konzentrierte. Im zweiten Halbjahr hat der Schwung merklich nachgelassen, im Schlussquartal dürfte die deutsche Wirtschaft nur noch stagniert haben. Die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise dämpfen die Konjunktur auch hierzulande, für das laufende Quartal gehen wir ebenfalls nur von einem sehr schwachen Wachstum aus. Mit einer Rezession in Deutschland rechnen wir aber nach wie vor nicht, denn die heimischen Wachstumskräfte, vor allem der private Konsum und die Bauinvestitionen, sind robust genug, um die Konjunktur über der Nulllinie zu halten.

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