Verhaltener Optimismus aus China wirkt auch in Japan

Erwartungsgemäß hat der in der vergangenen Woche beschriebene Abwärtstrendkanal zunächst die Geschicke von Euro-Yen bestimmt. Da sich das Euro-Sentiment aber zwischenzeitlich global aufgehellt hat, konnte sich die Gemeinschaftswährung von der unteren Begrenzung dieses Kanals bei derzeit rund 96,75 JPY lösen. Auch wenn die obere Grenze des besagten Kanals bei etwa 104,40 JPY zunächst außer Reichweite bleiben sollte, dürften die kommenden Tage eher wieder von leicht freundlicheren Euro-Notierungen geprägt sein. Als richtungsweisend sollte sich -wie schon so häufig- die Entwicklung in Griechenland erweisen, konkret die Frage des freiwilligen Forderungsverzichts. Kann sich das leicht aufgehellte positive Stimmungsbild gegenüber dem Euro halten, wenn die Ergebnisse dieser Verhandlungen vorgelegt werden? Oder kommt es ein weiteres Mal zu einem herben Rückschlag, der stattdessen den Yen wieder begehrt macht? Als nennenswerte Konjunkturdaten aus Japan lohnt sich die Erwähnung der japanischen Handelsbilanz bzw. der Ex- und Importe. Die Sorge um eine harte Landung in China, die zu den wichtigsten Belastungsfaktoren für die japanische Industrie zählt, hat sich mit den jüngsten Daten aus China etwas gelegt. Dort haben die BIP-Daten für das vierte Quartal zwar das geringste Wachstum seit über zwei Jahren ausgewiesen, allerdings lag der Wert mit +8,9% doch deutlich über den Befürchtungen des Marktes.

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