Aktienmärkte laufen bereits im Januar heiß – Vorsicht vor enttäuschenden Berichtsdaten im Februar

Angeführt von den zyklischen Titeln haben sich im Januar die Kurse an den europäischen Leitindizes deutlich erhöht. Der DAX hat mit einem Kursplus von 8,2% den besten Jahresauftakt der letzten zehn Jahre verzeichnet. Auch der Euro Stoxx 50 (+4,7%) legte im Vergleich zu früheren Jahren überdurchschnittlich zu. Unter den kleineren Titeln legen insbesondere die frühzyklischen Titel wie Software- und Technologieaktien überproportional zu. Unter den großen Werten verzeichneten Finanz- und Automobilwerte die größten Kurssprünge. Weil die befürchtete Stimmungsverschlechterung rund um die europäische Schuldenkrise zum Jahresauftakt nicht eingetreten ist, hat sich die Nachfragesituation bei den Dividendenpapieren weiter entspannt. Es scheint durchaus plausibel, dass sich der Kursaufschwung zunächst noch fortsetzen wird. Allerdings gehen wir davon aus, dass sich während der DAX-Berichtssaison zum vierten Quartal 2011 – diese findet Ende Februar ihren Höhepunkt – das Klima wieder verschlechtern wird. Dann dürfte sich der zuletzt schwächere Konjunkturverlauf auch in schlechteren Unternehmensergebnissen niederschlagen. Insgesamt sollte auf Halbjahressicht das schwache Gewinnwachstum aber einen stärkeren Kurssprung verhindern. Bis zum Jahresende 2012 sollte der DAX dann auf 6.600 Punkte steigen. Die Konjunkturflaute begrenzt den Spielraum für höhere Kursgewinne.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *