Weitere Leitzinssenkungen der EZB

In der Eurozone hat die im Dezember durchgeführte weitere Flutung des Euroraums mit Liquidität mittels eines 36-Monatstenders deutliche Spuren hinterlassen. Die 489 Mrd. Euro, die durch die EZB an europäische Geschäftsbanken verliehen worden sind, zeigen ihre Wirkung nicht zuletzt an Primärmarktemissionen speziell von Anleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit.

Ende Februar möchte die EZB einen weiteren 36-Monatstender durchführen. All dies sorgt unseres Erachtens dafür, dass das Risiko von Bankeninsolvenzen vorerst kein Thema mehr sein wird. Des Weiteren werden die Banken die Chance nutzen, die zusätzliche EZB-Liquidität in Anleihen mit kürzeren Laufzeiten, auch aus Peripherie-Ländern, anzulegen, um dadurch an sich bietenden Zinsdifferenzen zu partizipieren. Dies könnte unserer Erwartung nach die momentan zu beobachtende Stimmungsaufhellung am Finanzmarkt unterstützen.

Als Nebeneffekt dürften indes die Renditen der Bundesanleihen steigen. Trotz eines gemäßigt positiven Gesamtbilds gehen wir von weiteren Leitzinsschritten der EZB in Richtung 0,5% aus. Rückläufige Inflationsraten und eine stagnierende realwirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sollten den Hütern der Geldwertstabilität die Möglichkeit geben, die Zinsen in der ersten Jahreshälfte noch einmal zu senken.

 

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