2012 wird ein gutes Rohstoffjahr

Die europäische Schuldenkrise, die Abschwächung der Weltkonjunktur und die US-Dollar-Stärke hatten den Rohstoffmarkt in der zweiten Jahreshälfte 2011 fest im Griff. Mittlerweile halten wir aber die erwartete konjunkturelle Abkühlung der Weltwirtschaft in 2012 als ausreichend im Rohstoffmarkt reflektiert. Wir prognostizieren für 2012 ein „gutes Rohstoffjahr“ und billigen dem DZ BANK BestCommodity Index ein Steigerungspotenzial von rund 17% zu.

Im aktuellen Jahr wird die europäische Schuldenkrise unseres Erachtens deutlich an Brisanz verlieren, und das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte allmählich zurückkehren. Mit den EU-Beschlüssen wurde eine solide Basis geschaffen, um die europäische Währungsunion zu einer Stabilitätsunion umzubauen. In unserem Basisszenario wird der Euro gegenüber dem US-Dollar bis zum Jahresende an Stärke gewinnen. Die zurückkehrende Risikobereitschaft der Investoren und die US-Dollar-Schwäche werden den Rohstoffen in 2012 einen Preisauftrieb verleihen.

Essenziell für die von uns erwartete Aufwärtsbewegung der Rohstoffnotierungen ist neben der Eurokrisen-Entspannung auch die Entwicklung der Schwellenländer. Wir gehen davon aus, dass die langfristig angelegten Aufholprozesse in Staaten wie Brasilien, China und Indien auch im „Jahr des Drachen“ dynamisch weiter laufen werden, so dass die Weltwirtschaft von den Emerging Markets einen soliden Wachstumsimpuls erwarten darf.

Geldpolitisch stehen die Ampeln sowohl in Europa als auch in den USA weiterhin klar auf Expansion. Angesichts des – zumindest im kurzfristigen Bereich – negativen Realzinsumfelds bleiben Rohstoffe als Anlagealternative sehr gefragt.

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