Liquidität treibt die Aktienmärkte

Mit einem Plus von 12% verzeichnete der DAX den stärksten Jahresstart seit Einführung (1988) und sogar seit der simulierten Rückrechnung (1973). Ob allein ein guter Jahresauftakt schon eine Gewissheit für eine gute Jahresperformance darstellt, darf jedoch bezweifelt werden. Nach der deutlichen Revision der Konsensgewinnschätzungen, der verminderten Gefahr eines Rückfalls in die Rezession in den USA und den verbesserten Aussichten für die deutsche Konjunktur erscheinen uns die aktuellen Gewinnschätzungen für 2012 als zunehmend realistisch.Weil zudem der kurzfristige Nachrichtenfluss positiv bleiben dürfte, rechnen wir nicht mehr mit Erreichen eines Indexstands von 6.250 Punkten zur Jahresmitte. Vielmehr halten wir das aktuell erreichte Kursniveau aus fundamentaler Sicht für fair. Insofern verändern wir unsere Prognose für diesen Zeitpunkt auf 6.500 Punkte.

Da die grundsätzlichen Risiko- und Belastungsfaktoren nach wie vor bestehen und nach unserer Einschätzung im weiteren Jahresverlauf auch wiederholt das Investitionssentiment belasten werden, halten wir unsere Jahresendprognose von 6.600 Punkten nach wie vor für realistisch. Die Risikofaktoren umfassen unter anderem die unverändert vorhandene Möglichkeit einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise durch einen unkontrollierten Zahlungsausfall eines Mitgliedslandes, ggf. sogar ein Austritt eines Mitgliedslandes.

Zwischenzeitlich halten wir im Zuge der Bereitstellung weiterer Zentralbankliquidität in erheblichem Ausmaß, einer möglichen Aufstockung der EU-Rettungsschirme sowie einer möglicherweise kurzfristig bevor stehenden Lösung der Situation Griechenlands ein deutliches Überschießen über unsere erhöhten Prognosen für wahrscheinlich.

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