Bundesanleihen vor moderaten Renditeanstiegen

Am Donnerstag dieser Woche tagt der geldpolitische Rat der EZB. In dieser Sitzung dürfte wohl noch keine erneute Leitzinssenkung beschlossen werden. Wahrscheinlicher ist diese Maßnahme für die nächste Zusammenkunft, die am 8. März stattfinden wird, denn dort stellen die europäischen Währungshüter ihre Einschätzungen zum Wachstum und zur Preisentwicklung in der Eurozone vor. In Anbetracht der nach wie vor bestehenden erheblichen Abwärtsrisiken für die europäische Konjunktur erscheint eine erneute Lockerung der Zinszügel nicht unwahrscheinlich. Zunächst rückt aber zum Ende des Monats die Zuteilung des zweiten Drei-Jahrestenders in den Fokus. Angesichts der bereits äußerst komfortablen Liquiditätsausstattung des Bankensektors stellt sich die Frage, inwieweit dieser Tender in ähnlich hohem Umfang Zuspruch findet wie das erste Geschäft dieser Art. Die momentan zu beobachtende Stimmungsaufhellung am Finanzmarkt sollte dazu führen, dass sich die Renditen von Bundesanleihen wieder nach oben orientieren. Deshalb haben wir unsere Zinserwartung im Hinblick auf zehnjährige Renditen deutlich angepasst. Wir gehen im Jahresverlauf zunächst von einem volatilen Zinsniveau um 2,0% aus. Zum Jahresende hin sollten zusammen mit einer stärkeren konjunkturellen Erholung in den Vereinigten Staaten und damit steigenden Treasury-Renditen auch die Zinsen hierzulande langsam ansteigen.

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