Meldungen um Griechenland haben EUR/USD weiter fest im Griff

Die Lage um Griechenland dürfte an den Devisenmärkten auch in der kommenden Woche im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Und die Zeit für eine mögliche Rettung des hoch verschuldeten Landes läuft ab. So droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit zwar erst mit Fälligkeit der Staatsanleihen am 20. März. Üblicherweise erhalten private Gläubiger im Zuge einer (freiwilligen) Umschuldung jedoch eine Frist von einem Monat, um über die Annahme des vorgelegten Kompromisses zu entscheiden. Sicher, der zu beobachtende Prozess hatte bislang wenig mit der „üblichen Weise“ gemeinsam. Eine Entlastung Griechenlands um 100 Mrd. EUR gilt allerdings als notwendige Voraussetzung für die Freigabe weiterer finanzieller Hilfen durch EU und IWF. Unklar bleibt weiterhin, ob und inwieweit sich die EZB an einem Schuldenschnitt beteiligen wird. Einerseits könnte sie so die ungeliebten griechischen Staatsanleihen loswerden. Auf der anderen Seite würde die Finanzierung Griechenlands jedoch nur durch eine Finanzierung des Rettungsschirms ersetzt. Zudem könnte der Schritt Begehrlichkeiten bei anderen Ländern wecken. Das Hin und Her in den Bemühungen um eine Rettung der Gemeinschaftswährung dürfte die Entwicklung des EUR-USD-Wechselkurses demnach weiter dominieren.

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