Euro-Währungsraum: 36-Monatstender der EZB beflügelt die Märkte

Die jüngsten Zahlenveröffentlichungen zum US-Arbeitsmarkt deuten auf eine konjunkturelle Erholung in den Vereinigten Staaten hin und bestätigen den positiven Ausblick anderer veröffentlichter Konjunkturindikatoren. Die Rendite der zehnjährigen US‑Staatsanleihen dürfte im Zuge eines Aufschwungs im Land leicht ansteigen. In den kommenden Monaten sollte die Marke von 2,20% in Angriff genommen werden können, was eine Trendwende für die langfristigen Zinsen in den Vereinigten Staaten einläuten sollte. Mit dem Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank vor Weihnachten hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten deutlich aufgehellt. Ende Februar wird die EZB einen weiteren 36-Monatstender durchführen. Sollte das Volumen der „Erstausgabe“ getoppt werden, könnte allein aufgrund des Liquiditätseffektes ein Feuerwerk an den europäischen Kapitalmärkten gezündet werden. Aber auch ein geringeres Volumen sollte die aktuell positive Stimmung nicht trüben, da dann erkennbar wäre, dass die Geschäftsbanken in Europa wieder vermehrt einen Zugang zu ihren Liquiditätskanälen gefunden haben. Die EZB sollte im März den nächsten Zinsschritt auf 0,75% vollführen, um dann zur Jahresmitte ein Rekordtief von 0,50% zu erreichen. Bei einer sich zwar aufhellenden Stimmung im Euroraum, aber auch weiterhin bestehenden Rückfallrisiken sehen wir auf Dreimonatssicht eine Seitwärtsbewegung der zehnjährigen Bundrenditen um die Marke von 2,0%. Starke Schwankungen in beide Richtungen erscheinen hierbei durchaus realistisch.

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