EUR-CHF: Zaghafte Impulse für den Wechselkurs in Sicht

Die Schweizer Wirtschaft hat im Laufe der letzten Woche zum ersten Mal seit Langem wieder positivere Signale ausgesendet. So fiel das BIP-Wachstum im vierten Quartal 2011 mit 0,1% (q/q) unerwartet gut aus. Getrieben wurde der Anstieg von den Investitionen und den Exporten, die sich damit trotz des starken Franken behaupten konnten.

Zudem konnte das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle seinen Abwärtstrend vorerst stoppen. Der KOF-Indikator signalisiert allerdings weiterhin einen leichten Rückgang der Schweizer Wirtschaftsleistung in den nächsten Monaten. Der Euro-Franken-Wechselkurs ließ sich von diesen ökonomischen Indikatoren ebenso wenig beeindrucken wie durch das wiederholte Bekenntnis zur Untergrenze von 1,2000 CHF von Seiten der Schweizer Nationalbank. Impulse für den Wechselkurs dürften von den heute in einer Woche anstehenden Inflationsdaten ausgehen, sollten diese doch das deflationäre Bild erneut bestätigen und damit den Spekulationen um eine Anhebung der Wechselkursuntergrenze erneut Auftrieb verleihen. Diese dürften sich auch noch nach Bekanntgabe der Preisdaten halten, steht doch am 15. März die Zinssitzung der SNB auf der Agenda. Um die Schweiz für Investoren nachhaltig weniger attraktiv erscheinen zu lassen und damit eine Abwertung des Franken herbeizuführen, bedarf es unseres Erachtens jedoch deutlich mehr, nicht zuletzt einer weiteren Entspannung der Lage um die europäische Staatsschuldenkrise.

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