Umschuldung Griechenlands positiv aufgenommen

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank haben im März ihren Leitzins unverändert bei 1,0% belassen. Unserer Einschätzung nach wird Mario Draghi und seine Kollegen aus dem EZB-Direktorium die Leitzinsen auch in der nächsten Sitzung, die Anfang April stattfindet, stabil halten. Durch den zweiten 36-Monatstender mit einem Volumen von 530 Mrd. Euro Ende Februar stehen den Banken nun über eine Billion Euro für knapp drei Jahre zur Verfügung. Die EZB wird erst einmal die Wirkung dieser Geldschwemme abwarten wollen, bevor sie möglicherweise einen expansiveren geldpolitischen Weg mit noch niedrigeren Leitzinsen einschlägt.

Die Umschuldung Griechenlands ist von den Märkten positiv aufgenommen worden – zumal auf Basis des  Schuldenschnitts die Eurogruppe das Rettungspaket II durchgewunken hat und  35,5 Mrd. Euro im Rahmen des Umtauschprogramms sowie 130 Mrd. Euro für die Staatsfinanzierung zur Verfügung stellt. Die zehnjährigen Bundesrenditen haben hierauf mit deutlichen Renditeanstiegen reagiert. Innerhalb einer Woche sind die Renditen um rund 30 Basispunkte angestiegen. Auf Sicht von zwölf Monaten gehen wir von weiteren Renditeanstiegen auf die Marke von 2,4% aus. Mittlere und längere Laufzeiten sollten daher am heimischen Rentenmarkt gemieden werden.

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