Beruhigung der Lage um Griechenland stützt den Euro

Die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dürfte maßgeblich durch das Ausbleiben neuer Meldungen und die damit einhergehende Beruhigung der Lage um Griechenland getrieben worden sein. Mittlerweile scheint sicher: Der (offizielle) Zahlungsausfall Griechenlands zog weder die zum Teil befürchteten Verwerfungen an den europäischen Finanzmärkten nach sich, noch zeigten sich direkte Ansteckungseffekte auf Portugal oder Irland. Vor diesem Hintergrund hat das Lager der Euro-Skeptiker deutlich an Bedeutung verloren. Gestützt wird diese Einschätzung zum einen durch die aus Optionspreisen abgeleiteten „Risk Reversals“, die als Gradmesser für die Markterwartung künftiger Wechselkursbewegungen gelten.

So wird zwar dem Risiko einer Abwertung des Euro gegenüber der US-Devise weiterhin eine etwas höhere Bedeutung beigemessen als der Chance einer Aufwertung. Seit Mitte Februar hat sich das Bild allerdings merklich zugunsten des Euro verschoben. Zum anderen bauen spekulative Investoren ihre Euro-Short-Positionen nach und nach ab – aktuellsten Daten der CFTC zufolge auf netto unter 100.000 Kontrakte. Und zumindest auf Sicht der nächsten Tage sollten die bevorstehenden Stolpersteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise – darunter die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und Parlamentswahlen in Griechenland Ende April bzw. Mai – eine untergeordnete Rolle spielen. Der Euro hat demnach gute Chancen, seine Aufwärtsdynamik der letzten Tage fortzusetzen.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *