Steilere Renditestrukturkurve wahrscheinlich

Die Europäische Zentralbank hat auch mit dem zweiten Dreijahrestender die Möglichkeit genutzt, viel Liquidität in den Markt zu pumpen. Fast 800 Banken haben das Angebot aus Frankfurt dankend angenommen. Damit sind die europäischen Geschäftsbanken vorerst ausreichend mit Liquidität versorgt. Trübere Aussichten signalisieren dagegen fundamentale Daten der Eurozone. Unseres Erachtens werden von den großen Ländern nur Deutschland und Frankreich im Jahr 2012 einen positiven Beitrag zum Wachstumder Eurozone leisten. Wir gehen von einer aggregierten Zuwachsrate von 0,2% aus. Die Europäische Zentralbank belässt ihren Leitzins einstweilen bei 1,0%. In Anbetracht des schwachen konjunkturellen EU-Umfelds sehen wir weiterhin die Chance auf eine Fortsetzung der monetären Lockerung. Die Renditen der Langläufer sollten auch weiterhin starken Schwankungen in beide Richtungen unterworfen sein. Auf der einen Seite bremst die fundamentale Schwäche der Eurozone, auf der anderen gibt die Liquiditätsflut der EZB Hoffnung auf ein baldiges Entkommen aus der Krise. Auf Zwölfmonats-Sicht gehen wir bei den zehnjährigen Bundestiteln von einem Renditeanstieg auf 2,4% aus und damit von einer merklich steileren Renditestrukturkurve.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *