Moderater Renditeanstieg am heimischen Rentenmarkt wahrscheinlich

Die positive Stimmung, ausgelöst durch die mehr als eine Billion Euro zusätzliche Liquidität durch die beiden EZB-Langfristtender, ist nun wieder aufkeimenden Sorgen in Irland und Spanien gewichen. Die nur kurzzeitige Entspannung hatte die Zehnjahres-Bund-Renditen bis auf 2,05% hochgetrieben, um sie kurz darauf wieder auf Niveaus unterhalb von 1,80% zurückfallen zu lassen. Die Volatilität dürfte im kommenden halben Jahr anhalten. Wenn die US-Renditen weiter an Fahrt aufgenommen haben, könnten die Zehnjahres-Bunds zum Jahresende die Marke von 2,25% ins Auge fassen. Eine stagnierende realwirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone gibt der EZB weiterhin die Möglichkeit, den Leitzins in Richtung von 0,5% zu senken. Der aktuell hohe Rohölpreis mag die Währungshüter zunächst noch hiervon abhalten. Unabhängig davon haben die jüngst gigantischen Tendervolumina die Geldmarktzinsen auf breiter Front abgesenkt. Eine Gegenbewegung ist erst bei einer Verringerung der Überschussliquidität unter den Geschäftsbanken zu erwarten. Die Leitzinspolitik spielt hier unseres Erachtens nur eine untergeordnete Rolle.

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