Franken: Wie stark hat die SNB im April am Devisenmarkt interveniert?

Nachdem der KOF-Indikator für April Ende vergangener Woche zunächst den Konjunkturoptimisten Auftrieb gab, machten die Daten zum Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Schweiz diese Hoffnungen weitgehend wieder zunichte. So fiel der Index im April auf 46,9 Punkte (März: 51,1 Punkte) und damit deutlich unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten. In der kommenden Woche könnten die Daten zur Arbeitslosigkeit und zur Verbraucherpreisentwicklung im April die nächsten Möglichkeiten liefern, sich ein Bild von den Aussichten für die eidgenössische Wirtschaft zu machen. Dabei dürfte die Inflationsrate auf Jahressicht zwar im negativen Bereich verharren. Marktschätzungen zufolge sollte die Dynamik allerdings nachgelassen haben, wodurch sich die Anzeichen einer Bodenbildung insgesamt verdichten würden. Ebenso wie in der Vorwoche rechnen wir für die kommenden Tage nicht damit, dass die ökonomischen Indikatoren Euro-Franken aus seiner Lethargie befreien können. Interessant dürften dennoch die Angaben der SNB zur Entwicklung der Währungsreserven im April werden, war die Zentralbank nach unserer Einschätzung doch Anfang letzten Monats gezwungen, am Devisenmarkt zu intervenieren, um die eingezogene Untergrenze von 1,2000 CHF zu verteidigen.

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