BoE verzichtet auf Verlängerung des Anleihekaufprogramms

Die Schutzengel scheinen sich derzeit auf die Seite des britischen Pfunds geschlagen zu haben. Trotz der verheerenden BIP-Daten zum ersten Quartal hat die Bank of England heute ihr Programm zur Quantitativen Lockerung beendet (bzw. streng genommen: sie hat das voraussichtlich Mitte Mai ausgeschöpfte Ankaufvolumen nicht aufgestockt), was dem Pfund abermals Auftrieb verliehen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass die noch immer unangenehm hohe Inflation hinter der Entscheidung steckt. Wie heikel die Notenbank den Preisausblick wirklich einschätzt, wird sie uns kommenden Mittwoch im Rahmen des Inflationsberichtes wissen lassen. Die Kombination aus politisch bedingter globaler Euro-Schwäche und vermeintlicher Unbesiegbarkeit des Pfunds hat Euro-Pfund auf den tiefsten Stand seit November 2008 einbrechen lassen. Zwar hat sich im Kurschart über das Wochenende ein Gap (Lücke zwischen Schluss- und Eröffnungskurs) ausgebildet, das eigentlich geschlossen werden sollte, allerdings sprechen die negativen Wochenindikatoren und der intakte Abwärtstrendkanal eine andere Sprache. Die untere Begrenzung des besagten Kanals bei etwa 0,7940 GBP zieht den Euro magisch an.

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