Deutsche Wirtschaft trotzt der Schuldenkrise

Die deutsche Wirtschaft hat nach dem Minus im Vorquartal zu Jahresbeginn 2012 den negativen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise getrotzt und kräftig zugelegt. Sie ist also nicht – wie von vielen Beobachtern befürchtet – in die Rezession gestürzt. Die heute für das erste Vierteljahr gemeldete Wachstumsrate von 0,5% im Vergleich zum Vorquartal liegt sogar noch höher als in unserer (ohnehin recht optimistischen) Prognose erwartet.

Vor allem das gute Exportgeschäft und die kauffreudigen Verbraucher haben die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn angetrieben. Die Daten aus der Industrie zeigen, dass der Rückgang der Ausfuhren in die kriselnden Euro-Länder durch kräftige Zuwächse bei den Exporten in außer-europäische Märkte mehr als ausgeglichen worden sind. Der Fokus der Unternehmen auf asiatische, aber auch amerikanische Kunden hat sich also ausgezahlt. Beim deutschen Konsum macht sich die günstige Beschäftigungslage ebenso positiv bemerkbar wie die guten Einkommensperspektiven und die gestiegene Anschaffungsbereitschaft der Verbraucher.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufwärtstrends, auch wenn neue Belastungen durch die Krise im Euro-Raum wohl nicht ausbleiben werden. Die deutsche Wirtschaft ist aber gewappnet, mit diesen Schwierigkeiten umzugehen. Wir sehen unsere Prognose eines Wirtschaftswachstums von 1,4% in diesem Jahr durch die heutigen Daten bestätigt.

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