EUR-CHF: Fest gefangen in der Deflationsfalle

Erst am Donnerstag wird es richtig spannend, wenn die SNB zu ihrer quartalsmäßigen Zinsentscheidung zusammenkommt. Weder eine Zinsänderung noch eine Anpassung bei der offiziellen Franken-Grenze dürften ernsthaft diskutiert werden. Denkbar (und wünschenswert!) wäre aber ein klares Statement zur entschiedenen Verteidigung besagter Grenze – auch im Fall einer Eskalation der Schuldenkrise (konkret: Austritt Griechenlands, Rettungsschirm für Spanien). Die SNB kann unbegrenzt intervenieren, wenn sie es denn will. Einige Beobachter zweifeln inzwischen an dem Willen, da die jüngsten Wirtschaftsdaten, allen voran das BIP-Wachstum auf der positiven Seite überrascht hatten. Wir glauben dagegen, dass sich die SNB eher an den Preisgefahren orientieren wird, die für eine Beibehaltung der Grenze sprechen. Die omnipräsente Deflationsgefahr dürften auch die Konsumentenpreise, die am Freitag veröffentlicht werden, erneut unterstreichen. Solange die Preise mit einer Jahresrate von 1% weiter fallen, wäre es fahrlässig von der SNB, eine Aufwertung des Franken zuzulassen.

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