Der richtige Weg…

Die Devisenmärkte sind nach der Wahl in Griechenland rasch wieder zur Tagesordnung übergegangen. Zu groß sind die (auch nach der erfolgreichen Bildung einer Regierungskoalition in Athen) bestehenden Herausforderungen für den Euroraum und dessen Währung. Griechenland ist weiterhin hoch verschuldet und verfügt nicht über ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die Refinanzierungsfähigkeit Spaniens und Italiens wird angesichts hoher Staatsanleiherenditen anhaltend infrage gestellt und Regierungschefs bedeutender Länder streiten offen über den „richtigen Weg“ aus der Krise (Fiskaldisziplin und Reformen vs. staatliche Ausgabenprogramme), ohne aber auch nur einen davon glaubwürdig anzugehen. Vertrauensbildende Maßnahmen für den Euro sucht man derzeit vergeblich. Da sollte auch der in einer Woche anstehende EU-Gipfel keine Ausnahme machen. Dort dürften die Differenzen beim Thema „Euro-Bills“, die im Vergleich zu Euro-Bonds eine Vergemeinschaftung der Staatsschulden mit kürzerer Laufzeit vorsehen, in aller Offenheit diskutiert werden. Positive Impulse für die Gemeinschaftswährung sind auch von Seiten der Notenbanken und der Konjunkturindikatoren in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Unterdessen sollten die politischen Diskussionen über den „richtigen Weg“ die Entwicklung in Euro-Dollar auf Wochensicht dominieren.

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