Der Federal Reserve auf der Spur

Europäische Notenbanken nähern sich mit ihren Leitzinsen der Nullzinsmarke an beziehungsweise haben diese bereits erreicht. Der Bank of England und der EZB bleiben mit aktuellen Leitzinsen von 0,5% beziehungsweise 0,75% nicht mehr viel Spielraum nach unten. Ein weiterhin schwieriges gesamtwirtschaftliches Umfeld wird auch in naher Zukunft für reichlich Druck auf die Notenbanker sorgen. Des Weiteren wird die Euro-Schuldenkrise die Zentralbanken sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten für eine weitere ungewisse Zeit beschäftigen. Dänemark, als Beispiel für einen Sicheren Hafen in Europa ohne Euro, hat auf die Zinssenkung der EZB mit einer Leitzinssenkung auf 0% reagiert und den Einlagensatz sogar auf minus (!) 0,20% gesetzt. Die Flucht in dänische Vermögensgüter, als Absicherung gegen eine sich verschärfende Euro-Krise, hat die Notenbank des Landes massiv unter Druck gesetzt. Selbst ein negativer Einlagenzins hält Banken nicht davon ab ihr Geld dort zu horten. Dänische Verhältnisse könnten, bei weiter eskalierenden Ereignissen, bald auch bei der EZB Einzug halten. Der Dreimonats-Euribor hat seit der Notenbankankündigung mehr als zehn Basispunkte eingebüßt und findet sich aktuell unterhalb von 0,50% wieder. Nach unserem Dafürhalten sollte diese Marke für die kommenden Wochen die Richtschnur darstellen. Im aktuellen Marktumfeld erscheint ein sich rasch erholender Interbankenhandel als eher unwahrscheinlich.

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