Auch der Schweizer Franken blickt gespannt Richtung EZB

Die EZB hat mit ihrem Versprechen, den Euro zu retten, auch Euro-Franken zu neuem Leben verholfen. Neben der Hoffnung, die die EZB jüngst geweckt hat, könnte das Stimmungsbild aber auch von der SNB beeinflusst worden sein. Diese hat bei ihrem Halbjahresbericht einen Gewinn von 6,5 Mrd. CHF in ihrer Bilanz ausgewiesen, der primär aus Bewertungsgewinnen in den Goldbeständen und -hörthört- aus Währungsgewinnen (+5,1 Mrd. CHF) resultiert. Letztere dürften hauptsächlich auf die US-Dollar-Aufwertung in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen sein. Viele Kritiker der Verteidigung der EUR-CHF-Grenze verweisen bekanntlich auf Währungsverluste, die sich – so deren Meinung- zwangsläufig aus der Reserveanhäufung ergeben müssten. Dieses Argument dürfte in der öffentlichen Diskussion nach den jüngsten Zahlen etwas an Charme verlieren und so die Glaubwürdigkeit der Franken-Grenze stärken. Dass die SNB auch weiter massiv Reserven durch Interventionen aufbaut, sollten die Reservedaten für Juli unterstreichen, die am kommenden Dienstag veröffentlicht werden.

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